Ambulant betreutes Wohnen für Behinderte
Ihr Ansprechpartner:
Matthias Wintermann,
Bautzener Straße 38
in Görlitz
Tel. 03581 4296311 email: matthias.wintermann@stattrand.info
Leistungstyp:
Ambulant betreutes Wohnen
1. Strukturmerkmale
Hilfeart: Eingliederungshilfe nach § 39ff BSHG
Hilfsangebot: Ambulantes Angebot
2. Leistungsmerkmale
1. Zielgruppen und typischer Hilfsbedarf
Zielgruppe: Geistig- und körperlich behinderte Menschen
typischer Hilfebedarf der Zielgruppe: indiv. Betreuung und Förderung bei der Bewältigung des Alltags
2. Ziele
● Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft
● Erhaltung und Weiterentwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft zu größtmöglicher Selbstständigkeit und Selbstbestimmung:
- beim Wohnen in eigenen Räumlichkeiten
- bei der Lebensplanung, sozialer Interaktion, der Freizeitgestaltung
- beim Aufbau und Erhalt von Beziehungen
- bei Alltagsproblemen
● separierendes Verhalten gegenüber Behinderten entgegenwirken
3. Leistungsinhalte
● Planmäßige Beratung und Unterstützung in einem oder mehreren Lebensbereichen
● Unterstützung bei Wohnungssuche, -einrichtung, Antragsformalitäten, finanzielle Organisation
● Hilfe und teilweise Übernahme der zur Bewältigung der Anforderungen im Lebensbereich „Wohnen“ notwendigen Tätigkeiten (u.a. Pflege und Erhaltung des Wohnraumes, Kontakte zu Nachbarn unterstützen)
● Erstellen und Fortschreiben eines Förder- und Hilfeplanes
● Überwachung und Koordination der Durchführung der zur Umsetzung des Planes notwendigen Maßnahmen
● Kontakte zur Vorbereitung auf das amb. Betr. Wohnen
● Einbeziehen von Eltern, anderen Familienangehörigen und gesetzlichen Vertretern in den Hilfeplan
●intensive Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden
●Gesundheitsbegleitung
●Würdigung von persönlichen Jubiläen in Feiern, geselligen Runden
● Begeleitung von gruppendynamischen Prozessen, gegenseitiger Hilfe und Unterstützung
● Unterstützung und Begleitung beim Aufbau von Beziehungen/ Sexualität
● Hilfe bei der Bewältigung von Arbeitsplatzproblemen
● intensive Zusammenarbeit mit der WfB
● Unterstützung beim Umgang mit Geld
● Hilfe beim Umgang mit Schulden in gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem gesetzlichen Vertreter
● Kontakt zu und Zusammenarbeit mit anderen ambulanten Diensten
4. Umfang und Struktur
● verbindliche Betreuungs- und Ansprechzeiten
● ständige telefonische Rufbereitschaft (über Mobiltelefon)
● individuelle Hilfe nach Betreuungsbedarf entsprechend dem Förder- und Hilfeplan, nach intensiver Analyse der Ausgangslage und Erstellung eines Explorationsbogens, sowie der Erarbeitung einer Zieldefinition und eines ressourcenorientierten Förderplanes
● regelmäßige Hausbesuche
● Begleitungen unterschiedlicher Art
● didaktische und pädagogische Methoden anwenden:
- soziale Einzelfallhilfe „Geh-„ Struktur und „Komm-„ Struktur
- Einzel-, Paar- und Gruppengespräche
- Krisenintervention, Krisenmanagement
- Kompetenzförderung im lebenspraktischen, sozialen und emotionalen Bereich
- Kommunikationsbereitschaft und –fähigkeit fördern, um Kontakte zu erhalten und aufzubauen und so Einsamkeit und Ängsten entgegenzuwirken
● Arztbegleitung bei Bedarf
● Einteilung von Geld üben durch gemeinsamen Einkauf, finanzielle Übersichten, Treffen und Gesprächen mit gesetzlichen Vertretern
● regelmäßige Bewohnerversammlungen
● Organisation und Durchführung von Renovierungsarbeiten, Umzug in die neue Wohnung, Möbeltransporten, Hausmeistertätigkeiten
● gemeinsames Ausfüllen von Anträgen und entsprechende Weiterleitung
● intensive Zusammenarbeit mit den Vermietern, den Versorgungsbetrieben, Sozialamt, Wohngeldstelle, LWV, Möbeldienst durch regelmäßige Telefonate und umfangreichen Schriftverkehr
● Pflege eines regelmäßigen Kontaktes zu den Angehörigen und Einbeziehen dieser durch gemeinsame Gespräche, Telefonate, Absprachen
● Erhaltung und Förderung motorischer Fähigkeiten durch wöchentliches Training der Fußballmannschaft, Schwimmangebot
● Angebot, Organisation und Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen (Ausflüge, Konzertbesuche, gemeinsame Essen, Geburtstagsfeiern, Sportfestteilnahme)
● Erhaltung und Förderung intellektueller Fähigkeiten durch wöchentliches Schul- und Lernangebot( insbesondere Lesen und Schreiben)
● Dauer der Betreuung richtet sich nach Besonderheiten des Einzelfalls und kann nicht im Vorfeld festgelegt werden
● in akuten Krisensituation besteht die Möglichkeit der befristeten Aufnahme in ein Wohnheim, erst befristet bis Entscheidung der weiteren Vorgehensweise in Absprache mit gesetzlichen Vertreter und Arzt
5.a Qualität der Leistungen - Strukturqualität
Personelle Ausstattung:
- Betreuungspersonal, das als Fachkraft anerkannt ist und das der Träger für geeignet hält
- Betreuungsschlüssel 1:12
räumliche und sächliche Ausstattung, Standort:
- angemessene Arbeitsräume für Büro- und Beratungstätigkeit in räumlichen Verbindungen mit anderen Angeboten des Trägers
- angemessene Büroausstattung
- Mobiltelefon als Notfall- und Rufbereitschaft
- Fachliteratur, Fachzeitschrift
5.b Qualität der Leistungen - Prozessqualität
● Bedarfsermittlung und Abstimmung zu Realisierungsmöglichkeiten
gemeinsam mit dem Betreuten, dem gesetzlichen Vertreter und/ oder Familienangehörigen und dem sozialen Dienst der WfB
● bedarfsorientierte Hilfe und entsprechende Dokumentation der sozial- päd. Maßnahmen im Rahmen eines QM- Systems
● Motivation zu, gegebenenfalls Veranlassung der Inanspruchnahme anderer ambulanter Maßnahmen(mediz.- therap. oder pfleg. Maßnahmen)
● Teaminterne Fortbildung
● Einsatz eines Bereitschaftsdienstes
● regelmäßige Supervision und Fallbesprechung mit externen Berater, um fachliche Anleitung der Betreuungskräfte zu sichern
● Fortbildung, Qualifikation der Mitarbeiter
● Teamgespräche regelmäßig (Mittwochsteam) und nach Bedarf (Morgenteam)
● wöchentliche Dienstberatungen
● Vernetzung der Hilfen, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Hilfen, Ärzten und Fachleuten in der Region
● Kontaktpflege zu Trägern mit gleichen oder ähnlichen Angeboten
● Öffentlichkeitsarbeit über Infoblatt, Dokumentations- und Infotafel in der WfB,
Sprechzeiten
● Begleitung bei Freizeitmaßnahmen
5.c Qualität der Leistungen - Ergebnisqualität
● zunehmende eigenständige Bewältigung des Alltags
